Landschaften

Rund um Wiesbaden


Die ersten Besiedlungsspuren im Wiesbadener Stadtgebiet datieren aus dem Neolithikum (die Jungsteinzeit oder auch Spätsteinzeit ist eine Epoche der Menschheitsgeschichte, deren Beginn mit dem Übergang von Jäger- und Sammlerkulturen zu sesshaften Bauern mit domestizierten Tieren und Pflanzen definiert ist). In der spätaugusteischen Zeit (um 6 bis 15 nach Christus) wurde von den Römern eine Befestigung errichtet. Die heißen Quellen werden erstmalig 77 in dem Werk Naturalis historia von Plinius dem Älteren beschrieben. Mit dem Ausbau der Thermen wird eine römische Siedlung begründet, die 121 unter dem Namen Aquae Mattiacorum erstmalig Erwähnung findet. 259/260 wird die Befestigung von den Alemannen erobert und zu weiten Teilen zerstört. Das Gebiet um Wiesbaden diente, als Mainzer Vorposten den Römern als Sammellager für Eroberungszüge in die Wetterau und an die Elbe. In diesem Zusammenhang wurde eine Wasserleitung errichtet, welche den römischen Truppen Quellwasser aus dem Taunus lieferte. Diese Wasserleitung wurde irrtümlich als Verteidigungsmauer gedeutet und trägt heute noch die Bezeichnung Heidenmauer. Die Wasserleitung ist nur in Fragmenten erhalten und ist damit das älteste erhaltene Bauwerk Wiesbadens aus der Zeit des römischen Reiches.


Im 6. Jahrhundert verdrängen die Franken die Alemannen und errichten im 8. Jahrhundert einen Königshof. Einhard, der Biograf Karls des Großen, erwähnt um 828/830 Wisibada, die früheste Überlieferung des Namens Wiesbaden. In den 70er Jahren des 12. Jahrhunderts werden die Grafen von Nassau mit den Herrschaftsrechten in und um Wiesbaden belehnt. Im Jahre 1242 erobert der Erzbischof von Mainz die Stadt und lässt sie niederbrennen. Vermutet wird eine Erhebung Wiesbadens zur Reichsstadt im Jahr 1232, was den Grund für die Zerstörung liefern könnte. 1270 kehrt Wiesbaden zur Grafschaft Nassau zurück. Um 1283 wurde Wiesbaden und die Burg Sonnenberg in einer Nassauisch-Eppsteinische Fehde erneut zerstört.

Die Einwohnerzahl von Wiesbaden betrug im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur wenige hundert Personen. Sie wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) und eine Pestepidemie 1634/35 hatten eine verheerende Wirkung auf den Ort. 1648 lebten nur noch 80 Bürger und 13 Beisassen (Beisassen nannte man die längerfristig niedergelassenen Personen, die kein oder nur ein beschränktes Bürger-oder Genossamerecht besassen) zuzüglich ihrer Familien, in Wiesbaden.


Weitere Pestepidemien um 1665 und 1711 dezimierten die Bevölkerung erneut. 1722 lebten wieder 1.329 Einwohner in dem Ort. Davon waren 253 Bürger (Männer), 262 „Weiber“ (Frauen), 756 Kinder und 58 Beisassen. Zu den Kindern zählten auch nicht eingebürgerte und unverheiratete Personen mit einem Alter von mehr als 30 Jahren. Heute leben weit über 270.000 Menschen in Wiesbaden...


Biebricher Papagaien


                                                    

    

  Quelle: http://de.wikipedia.org
(Die Texte stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation)
   

                                     

                                                                                     

               

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